Abgeltungssteuer

Als Abgeltungssteuer bezeichnet man eine Quellensteuer. Sie wird automatisch bei der auszahlenden Quelle (z.B. bei Banken) berechnet und dann abgezogen. Deshalb ist eine weitere, gesonderte Veranlagung durch den Steuerzahler nicht nötig. Am bekanntesten ist in Deutschland die Abgeltungssteuer in Form der Kapitalertragsteuer. Diese Steuer fällt bei Zinsgewinnen oder Gewinnen aus Dividenden bei Aktien oder bei GmbH-Ausschüttungen an.

Weitere Steuern, die als Abgeltungssteuer bezeichnet werden, sind bestimmte Erhebungsformen für beschränkt Steuerpflichtige, aber auch die Lohnsteuer (da auch hier eine Veranlagung nicht nötig ist und bei der Quelle abgezogen wird) ist eine Abgeltungssteuer.

§ 43a EStG – Bemessung der Kapitalertragsteuer
Die Kapitalertragsteuer beläuft sich auf 25 % des hinzugewonnenen Kapitals (z.B. Zinsen oder Dividenden bei Aktien). Dazu addiert sich der Solidaritätszuschlag (5,5 % der Kapitalertragsteuer) und wenn kein Kirchenaustritt vorliegt, die Kirchensteuer (8 oder 9 % der Kapitalertragsteuer).

Seit Jahren ist die Abgeltungssteuer in Form der Kapitalertragsteuer umstritten. Das Hauptargument ist, sie würde Reiche bevorzugen. Diese müssten alle Gewinne aus Aktien-Dividenen und Zinsen von Kapitalanlagen nicht mit dem hohen Einkommensteuersatz bezahlen (über 40%), sondern nur mit 25% (+ Soli). Es wird daher immer wieder gefordert diese Form der Abgeltungssteuer abzuschaffen.

zurück zum Wörterbuch