Rennwett- und Lotteriegesetz

Das Rennwett- und Lotteriegesetz (bezogen auf die Rennwettsteuer und Lotteriesteuer; Abkürzung RennwLottG, RWLG) ist ein Bundessteuergesetz zur Besteuerung von Wetteinsätzen bei Pferderennen, Sportwetten und Lotterien. Es wurde am 8.4.1922 erlassen und trat erstmals am 4.5.1922 in Kraft und ist damit einer der ältesten Steuern in der Bundesrepublik Deutschland, die noch in Gebrauch ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Besteuerung auch auf Fußballwetten ausgedehnt (Toto Spiel).

Bei der Rennwett- und Lotteriesteuer handelt es sich um eine indirekte Steuer. Da Gewinne aus Rennwetten und Lotterien nicht unter die Einkommensteuer fallen, werden sie bereits vorher durch das Rennwett- und Lotteriegesetz erfasst. Alle Veranstaltungen, die der Rennwettsteuer oder der Lotteriesteuer unterliegen, müssen vom Veranstalter beim zuständigen Finanzamt angemeldet werden. Bei wiederkehrenden Veranstaltungen ist ein Abrechnungsverfahren zugelassen.

Im Jahr 2014 lag das Gesamtaufkommen bei ca. 1,7 Mrd. EUR.

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